2006 

 

 

 

 

 


Es ging gleich spannend los.

 

Zuerst waren wir einen Tag in Antwerpen. Mit dem Flugzeug nach Brüssel, und dann

mit dem Auto weiter.

 

Gleich eine Woche drauf mussten wir zu einem Notfall (Kollision zweier Schiffe) nach

Donges in Frankreich. Für zwei Tage, auch mit dem Flugzeug.

 

Ja, da ist nicht viel zu erzählen: Rein in Flieger, raus aus dem Flieger, rein ins Auto,

auf’s Schiff und zurück…

Meine Beine sind viel zu kurz für den Stress. Albrecht musste mich immer wieder mal

tragen.

Aber jetzt (Albrecht sagt „Mitte Januar“) haben wir wieder eine

große Reise:  In die USA !

Zuerst nach Frankfurt und von da aus nach Portland/OR (Westküste).

Gegenüber auf der anderen Seite vom Columbia River liegt

Vancouver/WA. Nicht das aus Kanada !

Albrecht musste arbeiten: 2 Schiffe, aber ich konnte mir inzwischen

die Stadt ansehen.

Na – amerikanische Kleinstadt geht auch nicht ohne Auto.

Und ich bin nicht so gut zu Fuß !

Dies ist der alte Glockenturm. Er hat sogar gespielt.

 

 

 

Rechts und links vom Fluß sind Berge. Die amerikanischen

Holzhäuser sehen wirklich niedlich aus.

 

 

 

 

 

 

In einem Park waren eine ganze Reihe

alter amerikanischer Häuser:

 

Von Offizieren und Generälen.

Die sahen aus wie im Film.

 

 

 

 

Albrecht kommt gerade wieder rein. Alle Pläne umgeworfen und neu gemacht:

Morgen fliegen wir nach Los Angeles, in drei Tagen wieder hierher zurück und einen

Tag später nach New York.

Bloß, weil die Schiffe sich nie an die Fahrpläne halten…

 

Also Los Angeles: Das is ne Stadt !!! Puh ! Die ist fast so groß wie ganz Schleswig Holstein,

und hat 12 Millionen Einwohner. Und hier ist es gleich viel wärmer.

 


Schon beim Landeanflug konnte

ich sehen wie die Stadt genau im

Schachbrettmuster gebaut wurde.

 

 

 

 

 

 

Wir sind in San Pedro untergekommen, gleich neben dem Hafen. Albrecht ist schon wieder

los auf das nächste Schiff.

Er sagt, lieber gleich machen und hinterher ein bisschen Freizeit, als umgekehrt. Hoffentlich

klappt alles…

 

*******************

 

Es hat geklappt !!! Und Albrecht hat was gemacht, was er noch nie getan hat: Er hat mir

ein Auto gemietet, damit wir uns Los Angeles ansehen können.

Ja, ja… Beim Gasgeben muß er mir ja doch wieder helfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Zuerst sind wir noch mal zum Flughafen gefahren.

Albrecht wollte unbedingt noch was einkaufen.

Dann haben wir Manhattan Beach besucht, aber da

war nichts los. Von da aus sind wir dann nach Venice

gefahren. Das war toolll !!!

 

Flower-Power wie in den 70zigern, mit Räucherstäbchen

Und Gitarre am Strand.

Venice Beach, das sind etwa 4 Km Strand mit einer

Promenade voller Läden und Leute. (Fast) alles ist erlaubt.

Ich kann’s gar nicht sagen … da müsst ihr mal selber hin !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                         Am Nachmittag sind wir dann noch nach Santa Monica.

                                                         Dort lebt Richard Hertz, ein ganz entfernter Verwandter

                                                         von Albrecht. Albrecht war vor genau 20 Jahren schon mal

                                                         bei ihm gewesen. Er hat sich sehr über unseren Besuch

                                                         gefreut, und wir sind zusammen Essen gewesen.

                                                         Ich fand Richard auch sehr nett, er hat mich sofort gestreichelt,

                                                         und keine Witze gemacht, weil ich schon so ein bisschen grau

                                                         bin.

 

 

 

 

Das nächste Schiff, wo Albrecht arbeiten musste, kam zur Abwechslung mal früher als

gedacht, und wollte auch nicht lange bleiben. Albrecht ist gleich in der Nacht wieder

los zum Arbeiten.

 

Aber für mich war es gut, denn so konnte ich mir am nächsten Tag noch etwas von

Los Angeles ansehen. Wir sind in die Berge am Stadtrand gefahren. Von da hat man

einen prima Ausblick auf die riesige Stadt. Aber die ist größer als ich weit gucken konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Dann mussten wir wieder zurück in die Kälte nach Portland. Vom Flugzeug direkt zum

Schiff. Albrecht ist gerade noch fertig geworden. Am nächsten Morgen um 03:00 ging

es schon wieder zum Flughafen nach New York.

Kein Wunder, dass ich langsam grau werde, bei dem hin und her !

Aber da waren wir nicht lange, und haben nichts weiter gesehen.

 

 

=======================================================

 

Als wir gerade eine Woche wieder zuhause waren (Ende Januar) sollten wir schon wieder

nach New York.

Wieder zwei Schiffe ! Na ich sag ja schon immer: Schiffe und Termine passen einfach nicht

zusammen. Erst kamen sie gar nicht, und dann wieder alle beide gleichzeitig.

 

Albrecht musste zwar auch im Hotel an seinen Berichten arbeiten, aber als der Regen

aufhörte und die Sonne heraus kam,

habe ich ihn überredet, mit der Bahn nach

Manhattan zu fahren.

Boah, so viele Menschen. Ich musste echt

aufpassen, dass ich immer bei Albrecht blieb.

Die Bahnstation, an der wir ankamen war

World Trade Center“. Die heißt noch so.

Wir haben die riesige Baustelle „Ground Zero“

gesehen, und in Gedenken eine Pause gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Albrecht wollte unbedingt mit einem Schiff zur

Freiheitsstatue fahren. Als ob er von Schiffen

noch nicht genug hat.

 

Aber das hat sich doch gelohnt: 140 m hoch,

ohne den Sockel. Das Innengerüst hat Herr Eifel

gemacht, der auch den Turm in Paris gebaut hat.

 

Die ganze Statue war ein Geschenk des

französischen Volkes an die Amerikaner zum

100-ten Geburtstag der Vereinigten Staaten.

 

 

 

 

 

 


                                                        Den besten Blick auf Manhattan

                                                        hatten wir von hier.

 

 

 

 

 

Auf dem Rückweg sind wir noch auf „Ellis Island“ gewesen und haben uns

angesehen, wie Millionen Einwanderer vor hundert Jahren nach Amerika kamen,

und was sie dabei alles erdulden mussten.

 

Jetzt bin ich wieder im Hotel, und Albrecht muß arbeiten. Morgen fahren wir vom

Schiff direkt zum Flughafen und dann nach hause. Das wird wieder ein langer Tag,

und auch noch am Sonntag.

 

Gerade kam eine E-Mail rein: in drei Wochen sollen wir wieder nach Taiwan…

Mal seh’n was Albrecht dazu sagt.

 

                                       ========================

 

 

Taipeh
-----------------------------
  Wetter vormittags      : bedeckt
  Wetter nachmittags     : bedeckt
  Wetter nachts          : bedeckt
  min. Tagestemperatur   : 19°C
  max. Tagestemperatur   : 24°C
  gefühlte Temperatur    : 31°C
  Windrichtung           : Nord
  Windstärke             : 2 Bft / 7 kmh
  Niederschlag?          : 20%
  Relative Feuchte       : 78%
  Luftdruck              : 1018 hPa

 


Albrecht
hat jeden Tag von 08:00 bis 19:00 Uhr gearbeitet.
Die ersten beiden Schiffe sind schon fertig !

Zum Arbeiten ist es aber eigentlich zu heiß !

 

 


                                                                       Die Dimensionen hier sind gigantisch !

                                                                       Die beiden Schiffe sind ca. 300 m lang,

                                                                       und 35 m breit. In dem Dock werden

                                                                       gleichzeitig noch drei andere Schiffe gebaut.

                                                                       Das Dock ist ungefähr 1000 m lang !

                                                                       Das stelle man sich mal in Hamburg bei

                                                                       Blohm & Voss vor...

 

 

 

 

 

 

Da blieben solche "Notlösungen" nicht aus, weil Albrecht ja auf beiden Schiffen

gleichzeitig arbeiten sollte. Werkzeug, Material hin und her ....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Abends war hier Laternen-Festival. Wirklich toll und bunt !
Auf dem kleinen städtischen Fluß waren Wasserspiele mit Musik und
bunt angestrahlten Wasserfontänen. In der Mitte war eine große
Lotusblüte, die auf und zu ging und sich drehte.
Dazwischen noch eine Lasershow und manchmal Feuerwerk.
Das Fest ging den ganzen Februar, und jeden Abend waren 4
Vorführungen. Ohne Eintritt.
Und ganz viele Figuren aus Draht und Lampionpapier wurden
ausgestellt. Ein richtiges Volksfest, das jedes Jahr stattfindet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

In der Stadt fahren tausende von Rollern. Die sind mit den
seltsamsten Sachen bepackt und immer überladen.
Aber von Unfällen hört man nichts.
Bei den wirklich guten habe ich die Kamera leider noch nie
schnell genug zum Schuß bringen können. Es gehen auch:
- 3 große Gasflaschen
- 4 Personen
- 5 volle Müllsäcke
u.s.w.

 

 

Am Sonntag hat Albrecht mit mir einen Ausflug auf den "Kaohsiung 85" Tower

gemacht. Neben dem "Taipeh 101" das zweithöchste Gebäude hier - 85 Stockwerke.
Hinauf fährt man mit dem dritt-schnellsten Fahrstuhl der Welt,
in 43 Sekunden, mit 600 Meter pro Minute.

 

 

 

 

                                               Obwohl es ziemlich diesig war, gab es von

                                               oben einen tollen Ausblick auf den Hafen

                                               und die City.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitten in der Stadt (immerhin 1,5 Mio. Einwohner) habe ich am Nachmittag sogar

ein Opti-Training gefunden !

Die Kids streiten auf Chinesisch genauso heftig wie bei uns zuhause. Also alles

ganz normal.

 

 

 

Einen Tag wurde Albrecht zu einer Hochzeitsfeier eingeladen.

 

Das war eigentlich ganz toll, und doch auch völlig anders als

wir es kennen:

In einem guten, aber sehr großen Restaurant (mehrere

solche Säle an einem langen Gang) war ein Saal für diese

Feier mit ca. 18 runden Tischen (mit Drehscheibe in der

Mitte) a je 10 Personen !

Das Essen begann um19:00 Uhr und endete um 21:00 Uhr.

Aber dann stand auch jeder gleich auf und alle gingen

nach Hause.

Als das Brautpaar reinkam, war das Licht aus, und nur ein

Scheinwerfer an. Dann haben sie kleine Knaller (wie Sylvester-

Tischfeuerwerk) gezündet. Danach hat das Brautpaar gemeinsam

einen Gläserturm eingeschenkt und die Torte angeschnitten.

Aber von der gab es nichts zu essen.

Das Essen bestand aus 12 Gängen (!) mit wirklich leckeren Sachen.

Von einigen wusste Albrecht aber nicht, was es eigentlich war

(zum Glück).

Die Braut hat sich in der Zeit 3 mal ein neues, tolles Kleid

angezogen. Dann ging das Brautpaar rum und hat mit

jedem Tisch einmal angestoßen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Über Ostern sind wir zuhause !

Mal sehen, wo es dann hingeht.

 

 

  *  *  *

 

 

Ja, jetzt Mitte April sind wir nach Buenos Aires in Argentinien geflogen.

Der Flug war furchtbar lang: erst nach London, und dann 15 Stunden, mit Zwischenlandung in

Sao Paulo (Brasilien). Alle mussten eine Stunde im Flugzeug warten, bis es endlich weiter ging.

 

 


                                                               Das Hotel hier ist

                                                               „spitze“ ! Ganz modern,

                                                               mit einem Durchbruch

                                                               zwischen Bad und

                                                               Schlafraum.

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                               Ich hab’ sogar eigene Kissen in meiner Größe gehabt !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                               Die Werft, auf der

                                                               Albrecht arbeiten

                                                               musste, war wirklich

                                                               die ungewöhnlichste

                                                               Werft, die ich bisher

                                                               gesehen habe !

 

                                                               Es gab nur eine

                                                               „Schiffshebevorrichtung".

                                                               Die großen Schiffe

                                                               wurden damit auf

                                                               Schienen gestellt, und

                                                               dann wie mit einem

                                                               Verschiebebahnhof auf

                                                               das Land gezogen.

 

                                                               So sah das von oben aus:

                                                               Einfach drei Bulldozer

                                                               davor gespannt, und 180m

                                                               Schiff fahren über Land !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                               Nach Feierabend sind Albrecht und Peter noch essen gegangen:

                                               600 g Steak, und noch nicht mal sehr teuer. Aber mir haben sie

                                               nichts übrig gelassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Nach einer ganzen Woche Arbeit, hat Albrecht

endlich mal Zeit gehabt mit mir in die Stadt zu

gehen.

Der Obelisk ist so groß wie der in

Washington, und eines der Wahrzeichen von

Buenos Aires.

 

 

 

 

 


                                                               Überall in der Stadt

                                                               stehen verschiedene,

                                                               künstlerisch gestaltete

                                                               Kühe, wegen der Steaks

                                                               natürlich.

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                               Viele sind wirklich sehr lustig.

                                                               Es sind bestimmt Milliooonen

                                                               Kühe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                               Nach dem Tag war ich aber wirklich

                                                               geschafft ! Albrecht hat mir kaltes

                                                               Wasser und ein Eis spendiert.

                                                               (und nachher hat er geholfen alles

                                                               aufzuessen. Ihr wisst doch: Teddys

                                                               vertragen nicht so viel auf ein mal)

 

 

 

 

 


Am nächsten Tag sind wir nach Hause

geflogen. Eigentlich gab es keine Plätze

im Flugzeug mehr, und wir sollten noch

ein paar Tage länger bleiben, aber zuhause

war ein Feiertag, und irgendwie haben die

von der Reederei es dann doch geschafft.

 

Ich hatte sogar einen eigenen Platz !

 

 

    *    *    *

 

Na, was soll ich sagen: Kaum sind wir drei (!) Tage zuhause, soll Albrecht schon wieder weg.

Ich fahr’ natürlich mit !

 

Es geht, wie schon im Januar dieses Jahr, nach Portland, an die amerikanische Westküste.

Das Schiff, das Albrecht letztes Mal vorbereitet hat, soll jetzt irgendwas installiert bekommen.

Aber zum ersten Mal während der Fahrt, und ohne dass jemand von einer Werft helfen kann.

 

Ich habe mir mal nach Feierabend in Ruhe die Brücke angesehen. Puh, was für eine Menge Geräte !

Und überall macht Albrecht Kabel hin und schraubt sie fest.

 

 

 

 


                                                               Ich konnte ins Radargerät rein-

                                                               schauen, mal den

                                                               Maschinentelegraf bedienen,

                                                               und beim UKW Funkgerät zuhören.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Zuerst war das Wetter nicht gut. Dauernd Regen, aber dann

konnte ich gut sehen wie die Wolken weg zogen, und die

Sonne schien fast immer.

 

 


                                                               Dann sind wir den

                                                               ganzen Columbia River

                                                               runter gefahren, von

                                                               Portland bis Astoria und

                                                               dann auf den Pazifik.

                                                               Das war interessant !

 

 

 


                                                               Die Menschen am Fluß

                                                               wissen wie man gut

                                                               leben kann, und auf

                                                               dem Fluß ist jede Menge

                                                               los:

                                                               Wie bei Tom Sawyer am

                                                               Mississippi. Die schieben

                                                               sogar ihr ganzes Haus

                                                               durch die Gegend.

 

 

 

 

Dann sind wir an dem Vulkan Mt. St. Helens vorbei gefahren (Links im Bild). Mit dem Fernglas konnte

man ihn ganz gut sehen.

Alles voller Schnee. Er ist zwar noch aktiv, aber gefährlich ist er nicht. Sagen die Leute wenigstens.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                               Die ganze Region lebt

                                                               vom Holz, wie auch

                                                               viele im nahen Kanada.

                                                               Immer wieder

                                                               schwimmen verlorene

                                                               Holzstämme im Fluß.

                                                               Überall an Land sieht

                                                               man riesige Sägewerke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Nachts als wir dann aus dem Fluß heraus waren,

wurde unser Lotse mit einem Hubschrauber abgeholt.

Das war spannend ! Es ging dann aber alles ganz schnell.

 

                                                                

 

Sonst gibt es von der Reise nicht so viel zu berichten. Wir sind noch in zwei anderen Häfen gewesen.

Weil es Probleme beim Laden gab, hatten wir zum Schluß vier Tage Verspätung.

 

 


                                                               Nach einer guten Woche

                                                               waren wir in Vancouver,

                                                               Kanada.

                                                               Da war ich ja schon

                                                               mal (Jan. 2005).

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                               Albrecht hat einen

                                                               Tag Zeit gehabt,

                                                               und wir sind in die

                                                               Stadt gefahren.

 

                                                               Da war gerade ein

                                                               Großes Kreuzfahrt-

                                                               schiff.

 

 


                                                               Vancouver ist total toll,

                                                               auch wenn am Wasser

                                                               gerade gebaut wurde !

 

                                                               Den ganzen Tag sind

                                                               Wasserflugzeuge

                                                               gestartet und herum-

                                                               geflogen.

                                                               Und die Stadt ist einge-

                                                               rahmt von schneebe-

                                                               deckten Bergen.

 

Am nächsten Tag sind wir vom Agenten zum Flughafen gefahren worden und wieder nach Hause

geflogen.

 

 

Albrecht will jetzt mal etwas länger in Hamburg bleiben, aber wenn es wieder irgendwo hin geht,

erzähl’ ich euch weiter !

 

*********

 

Jetzt Mitte Juni bin ich schon wieder unterwegs.

Diesmal sind wir nicht in Hong-Kong, nicht in Taiwan, sondern im tiefsten

China gelandet. In der altehrwürdigen Hafenstadt Shanghai.

 

Zum Abschied hat Sven noch Piotr (den Kollegen) und Albrecht zum Flughafen

begleitet. Bei super Wetter konnten wir ganz toll den Flughafen von oben sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Abenteuer fing aber schon gleich in Shanghai an: Vom Flughafen mussten wir

erst 3 Stunden mit dem Auto fahren, zu allen möglichen Ämtern, wegen Pass und

Arbeitsgenehmigung und so.

Dann ist die Werft, wo Piotr und Albrecht arbeiten sollen, nicht genau in der Stadt,

sondern auf einer Insel außerhalb.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erst haben wir noch 1 Std. auf die Fähre gewartet, und sind dann 1½ Stunden mit

der Fähre gefahren. Dann noch eine halbe Stunde und wir waren endlich auf dem

Schiff. Hat natürlich wieder niemand an ein Hotel gedacht… Also mussten wir die

erste Nacht auf dem Schiff schlafen.

 

Aber am nächsten Tag hat Albrecht sich gleich darum gekümmert, dass wir ein

schönes Hotelzimmer bekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mir war auch schon ganz heiß. Es sind hier

zwar „nur“ 28 Grad, aber den ganzen Tag

dichter Nebel. Also Luftfeuchtigkeit fast 100 %.

Das hält der stärkste Bär nicht aus. Albrecht

kommt immer völlig verschwitzt von der Arbeit.

 

Das Hotel heißt übersetzt „Fisch-Kopf-Suppe-Hotel“ !

 

Das finden die hier toll. Wenn man im Restaurant Fisch essen will, muß man ihn

sich vorher draußen im Aquarium aussuchen, und dann wird er frisch zubereitet.

Die Aquarien und Eistruhen stehen genau neben der Rezeption !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überhaupt haben die Menschen hier eine völlig andere Lebensweise, und Sichtweise

der Welt. Schaut Euch nur mal die Weltkarte von der Rezeption an, wie komisch die

aussieht wenn nicht Europa in der Mitte ist:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber jetzt muß ich Euch von China erzählen: Die „kleine“ Stadt mit dem Hotel ist

eigentlich schon ziemlich groß, na wie Pinneberg oder so. Nur die Chinesen laufen ja

nie alleine herum… Es sind immer hunderte überall !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber einige ganz tolle Häuser, wie das mit dem „Torbogen“ haben die gebaut.

Jeden Abend tanzen die Menschen einfach auf den Plätzen, so was wie Linedance, aber mit chinesischer I-U-A-Musik.

 

                                                               Alle Plätze sind voll, auch in der

                                                               Woche. Es scheint, jeder ist mit

                                                               Kind und allen Kegeln unterwegs.

                                              

 

                                              

 

 

 

 

 

Gleich gegenüber vom Hotel ist eine Schule.

Aber das würde Euch bestimmt nicht gefallen:

Morgens um halb sieben warten schon die

ersten vor der Tür. Um sieben Uhr dürfen sie

dann rein. Am Tor stehen immer zwei Schüler,

die allen anderen guten Morgen sagen.

Und dann müssen erst mal alle den Hof fegen

und sauber machen, bevor es dann mit dem

Unterricht losgeht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Albrecht mir doch bloß mal was von den ganzen Sachen vorlesen könnte.

Hier ist einfach alles in Chinesisch: Das versteht doch kein englischer Teddy !

Zum Glück wissen die Taxifahrer wie der Weg zur Werft geht. Mit solchen Schildern…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber auf der Straße sieht man die dollsten Sachen. Gaanz viele Fahrrad-Rikschas,

oder Karren mit Maultieren davor. Ich wusste ja noch gar nicht, was auf ein

Fahrrad alles passt. Damit können die eine Spedition betreiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann haben die hier ganz viele Motor-

Roller. Aber viele davon sind elektrisch,

und die hört man gar nicht kommen, bis

sie plötzlich hupen. Aber Hupen tut man

hier immer, bevor man bremsen müsste,

wenn es denn sein muß …

 

 

 

 

 

Der Weg zur Werft führt an lauter Reisfeldern vorbei. Wie im Fernsehen: Alles unter

Wasser und die Menschen stapfen darin herum und arbeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurz vor der Werft müssen wir noch durch ein kleines Straßendorf fahren. Bestimmt

wohnen da die Werftarbeiter. Alles sieht sehr ungewohnt aus. Ich würde mir ja

sofort mein Fell schmutzig machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                       Auf der Werft ist es auch immer spannend.

                                                                      Die arbeiten wirklich alles mit Bambus-

                                                                       stangen ! Das ganze Gerüst um die Luken-

deckel zu Malen ist nur aus Bambus.

                                                                       Unglaublich, daß das hält. Ich würde mich da

                                                                       nicht rauf trauen, aber nur weil ich nicht

                                                                       schwindelfrei bin. Schwer bin ich ja nicht.

                                                                       Aber ohne Albrecht geh’ ich ja sowieso nicht

weg.

                                              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                       Auch in der Stadt sind

                                                       Alle Baustellen nur mit

                                                       Bambusstangen

                                                       eingerüstet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Leider wurde es abends immer

sehr schnell dunkel, und das

einzige Denkmal der kleinen

Stadt haben wir nicht mehr richtig

sehen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                       Auf dem Rückweg haben wir noch einen

                                                                       ganzen Tag in der Stadt Shanghai gehabt.

                                                                       Albrecht und Piotr sind nur von einem

                                                                       Computerladen zum nächsten gelaufen.

                                                                       Abends waren sie völlig fertig, aber haben

                                                                       gelacht.

 

 

 

 

 

 

 

So, jetzt muß ich aufhören, aber ich erzähle doch so gerne.

Albrecht schnarcht schon lange, dabei sagt er, er würde nicht schnarchen, und ich

soll dabei dann einschlafen können…

Also, ich werde jetzt ganz laut brummen, dann hört er vielleicht auf.

 

*********************

 

Schon wieder Shanghai !...

Na ich sag Euch was: Albrecht war nach seinem Urlaub gerade mal einen Tag in der Firma,

da sind wir schon wieder nach Shanghai gestartet. Eigentlich sollten wir eine Woche später

erst los, und dann nach Hong Kong, aber alles war mal wieder verschoben…

Entsprechend komisch war auch die Flugverbindung. Mit einem Mini-Flugzeug von SAS nach

Kopenhagen, und dann nach China.

 

                                                               Wir sind von Hamburg

                                                               nach Westen ge-

                                                               startet, konnten toll

                                                               das Dreieck Nord-West

                                                               sehen, dann gedreht

                                                               und haben noch einen

                                                               Blick auf den Flug-

                                                               hafen bekommen.

                                                               War schon ganz gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Shanghai mussten wir wieder auf diese langweilige

Insel, ganz weit vom Zentrum weg. Genau wie letztes Mal.

Echt öde ! Aber diesmal hat Albrecht ein besseres Hotel

bekommen, mit Blick auf den Yang-Tse Fluß. Und das Wetter

war auch immer ganz klar. Ich konnte gut die Schiffe

beobachten, wenn Albrecht zur Werft arbeiten gefahren ist.

 

 

 

 

 

                                                       Für wenn’s dann zu doll einsam wurde, hatte Albrecht

                                                       zum Geburtstag ein neues T-Shirt bekommen. Alle Freunde

                                                       sind da drauf, und hinten steht so was wie das sie uns helfen.

                                                       Mich haben sie auf dem Foto vergessen, aber ich setz’ mich

                                                       einfach daneben.

 

 

 

Jeden Morgen muß ich aufpassen, damit Albrecht nicht

zu viel Nutella isst. Es gibt hier keine Marmelade oder so,

aber wenn ich das nicht kontrolliere reicht ein Glas nie

für die ganze Reise.

Und dann hat Albrecht am Ende jeden Morgen schlechte

Laune.

Aber keine Sorge: Ich habe alles unter Kontrolle !

 

 

                                                               Von der Werft hat Albrecht nicht viel erzählt, nur dass

                                                               sie sich tierisch beeilt haben, weil Peter (der letztes Mal

                                                               auch mit war) nach der Reise in Urlaub fahren will.

                                                              

                                                               Einen Abend war

                                                               neben dem Hotel ein

                                                               Feuerwerk.

                                                               Das sieht vielleicht

                                                               toll aus, wenn man

                                                               aus dem 17-ten Stock

                                                               von oben auf das

                                                               Feuerwerk guckt !

 

 

 

 

 

                                                               Von den Fahrrad-Rikschas habe ich ja auch letztes Mal

                                                               schon berichtet. Als die Installation fertig war, mußte

                                                               ein Fahrer nur die ganzen Koffer von Peter und Albrecht

                                                               fahren, so viel Gepäck haben die beiden.

 

                                                               An der Fähre zur Stadt

                                                               stehen ganz viele

                                                               davon.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, und dann sollten die beiden noch eine Installation auf dem nächsten Schiff machen.

Erstmal sollten wir wieder von der Insel in die Stadt zurück, und dann..

Das nächste Schiff hat sich um fast eine Woche verspätet !

Peter war völlig am Boden zerstört, wegen seinem Urlaub. Albrecht konnte ihn kaum beruhigen.

 

Wir waren also fast eine Woche in Shanghai. Albrecht und Peter haben mich jeden Tag

mitgenommen und die Stadt angesehen. Da ist was los. Wenn 12 Millionen Chinesen gleichzeitig

unterwegs sind.

 

Das ist das Panorama vom Zentrum.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegenüber sind noch einige alte Häuser aus der Kolonialzeit. Echt Klasse !

 

                                                               Jeden Abend wird

                                                               alles mit Licht

                                                               angestrahlt.

                                                               Das sieht ganz toll

                                                               aus.

                                                               Die Chinesen lieben

                                                               alles was bunt und

                                                               laut ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                               Das Beste ist aber der riesige Fernsehturm mit den zwei

                                                               großen Kugeln, zu denen man hinauffahren kann.

 

 

                                                               Erstmal war aber nichts mit

                                                               Fahren. Es war viel zu heiß !

                                                               „Nur“ 35 Grad, bei 80%

                                                               Luftfeuchtigkeit, fühlt sich an

                                                               wie 46 Grad ! Ohne Pause,

                                                               den ganzen Tag. Ich kann ja

                                                               nicht weglaufen.

 

                                       Peter hat mir dann seine Mütze geliehen,

                                       damit ich nicht in der Sonne verbrenne.

 

 

 

                                                                      

 

                                                                       Erst am Abend wurde es dann etwas besser.

 

 

 

 

 

 

 

Nachts wird auch der Turm und das ganze Viertel drum

herum beleuchtet. Super Klasse, besonders wenn man

auf dem Hoteldach im Restaurant sitzen kann.

Also da müsst Ihr auch mal hin !

 

 

 

 

                                               Ja natürlich erzähle ich noch

                                               mal die Bambus-Geschichte.

                                               Einfach alle Gerüste an

                                               Gebäuden oder wo auch

                                               immer, sind aus Bambus-

                                               stangen, die nur mit Lianen

                                               zusammengebunden

                                               werden.

                                               Aber es hält immer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag ist Albrecht dann mit mir auf den

Fernsehturm gefahren.

Boahh – 256 m hoch, zur oberen Kugel.

 

 

 

 

 

 

 

Einen ganz tollen Ausblick auf die Stadt hat man von

da oben ! Besonders wenn das Wetter so einmalig klar

ist wie wir es hatten. Das kommt nur ganz selten vor,

                                                               und stand sogar

                                                               in der Zeitung.

 

 

 

 

 

 

 

                                                               Hier sind die Kolonialhäuser von oben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann hat Albrecht, weil die Sonne so stark war, für mich einen Sonnenschirm gekauft !

Nur für mich, ganz alleine !!!

 

                                                               Der Schirm ist ganz toll.

                                                               So stolz bin ich noch nie

                                                               gewesen ! Ich bin sogar

                                                               mit dem Schirm ins Bett

                                                               gegangen, wenigstens bis

                                                               Albrecht mich erwischt

                                                               hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                       Wir haben noch eine ganze Weile die vielen

                                                                       verschiedenen Schiffe beobachtet, die auf

                                                                       dem Fluß ständig auf und ab fahren.

 

 

 

 

 

 

Dann kam der Anruf, dass das nächste Schiff endlich da ist. Wir sollen auf dem Schiff

mitfahren, bis alles fertig ist.

 

 

                                                               Wir sind 3 Stunden über Land gefahren, und dann

                                                               an einem kleinen Terminal auf das Schiff gegangen.

                                                               Als Albrecht und Peter fast fertig waren fuhr die

                                                               „Pacific Freedom“ los.

                                                               Schiffahrt auf dem Yang-Tse Fluß… Da fahren

                                                               hunderte kleine Schiffe, und mittendrin die großen

                                                               Frachter.

                                                               Der Abstand ist manchmal nur 50 Meter, und einige

                                                               kreuzten unseren Weg in weniger als 20 Meter

                                                               Entfernung.

                                                               Stellt euch vor, mit einem 180m Schiff und 18 Knoten

                                                               einfach in einen

                                                               Pulk von 20 Schuten

                                                               „reinzuhalten“, weil

                                                               man sowieso nicht

                                                               ausweichen kann.

                                                               Einmal mussten wir

                                                               in letzter Sekunde

                                                               ausweichen, sonst

                                                               hätten wir einen

                                                               versenkt.

                                                               Die Chinesen hatten

                                                               2 Lotsen bei uns an

                                                               Bord.

                                                               Nach 8 Stunden Flussfahrt war unser Kapitän völlig

                                                               fertig.

 

                                                               Dann sind wir an der wohl weltweit größten Brücke

                                                               vorbeigefahren, die aber noch im Bau ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                               Am Abend haben wir mitten zwischen zig anderen

                                                               Schiffen geankert.

                                                               Mit diesen komischen Baggern versuchen die Chinesen

                                                               den Fluß auf Tiefe zu halten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag sind wir dann zur Werft gefahren, die

Albrecht schon so gut kennt. Auf der langweiligen Insel.

 

Jetzt weiß ich aber, wie man auf chinesisch

„Trockendock“ schreibt.

 

Am selben Abend noch sind wir zum Flughafen gebracht

worden und nach Hause geflogen.

 

*******************

 

Also wir kommen nicht mehr zur Ruhe.

Am Samstag Nachmittag sind wir von Shanghai zurückgekommen, und gleich am Montag

haben sie Albrecht gesagt, dass wir den nächsten Tag schon für eine Woche nach Singapur

sollen. Eine Installation drohte nicht rechtzeitig fertig zu werden, und Albrecht musste schnell

helfen.

 

                                                               Das Hotelzimmer war ein Traum.

                                                               Fahrstühle aus Glas in einer

                                                               riesigen Empfangshalle.

                                                               Gelebt haben wir in einer Suite

                                                               mit Wohnzimmer, Schlafzimmer

                                                               und großem Bad.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                               Albrecht hatte leider überhaupt keine Zeit für mich.

                                                               Morgens früh ist er zur Werft gefahren und abends

                                                               erst zurück gekommen.

 

                                                               Es gibt hunderte von Arbeitern auf der Werft.

                                                               Wenn abends Feierabend ist, strömen alle gleichzeitig

                                                               die hohe Treppe vom Schiff herunter.

                                                               Hunderte Ameisen, die wie Lemminge laufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                               Einmal ist Albrecht doch

                                                               abends noch mal mit mir in

                                                               die Stadt gegangen.

 

                                                               Links seht ihr das Parlament

                                                               von Singapur.

 

 

 

 

 

 

 

                                                               Wir sahen auch einige

                                                               Leute, die mit fern-

                                                               gesteuerten Drachen

                                                               flogen. Alle Drachen

                                                               hatten ganz viele

                                                               Lichter. Das sah

                                                               unheimlich toll aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meistens war ich aber allein im Hotel. Singapur liegt nur 145 Km nördlich vom Äquator. Daher

war es draußen immer unheimlich heiß. Ich hab’ mal versucht für Albrecht und für euch etwas

über Singapur herauszufinden, wenn wir schon nur so kurz hier sein können.

 

1819 wurde Singapur von Sir Thomas Stamford Raffles als Handelsposten der East India Company

errichtet. Bis 1959 war es dann britische Kolonie,

Singapur ist 693 km² groß und hat 4,35 Mio Bewohner.

Der Name "Singapur" entstammt dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus Singha ("Löwe")

und Pura ("Stadt"), bedeutet also Löwenstadt.

Im Zweiten Weltkrieg besetzten die Japaner Singapur, danach kehrten die Briten zunächst

zurück, gaben ihre Kolonie aber schon 1959 auf.

Ja, und nun ist es einer der größten Häfen der Welt und sehr reich. Nur ein richtiges Wahrzeichen

gibt es nicht hier. Alles ist irgendwie gleich.

 

Kaum war die Installation so weit fertig, dass Albrechts Kollegen alleine weitermachen konnten,

flogen wir wieder zurück nach Hamburg. Nein, eigentlich nicht wirklich, denn wir waren nur

2 Stunden am Flughafen.

 

Dann flogen wir wieder weiter nach Cartagena in Spanien.

Dabei ist das Schlimmste passiert, was ich mir denken kann. Mein Koffer ist auf dem Flughafen

von Barcelona verloren gegangen. Albrecht war weitergeflogen, und keiner konnte mich finden.

Alles Rufen und Winken hat nichts genützt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Erst nach zwei Tagen wurde jemand auf mich aufmerksam, und ich wurde in letzter Minute

vor dem Abflug zu Albrecht gebracht.

 


Auf dem Weg zum Flughafen konnte ich gerade noch

die Universität von Cartagena sehen.

 

 

 

Nun haben wir aber wirklich genug vom Reisen.

Albrecht hat einen Tag frei genommen, nur um

zuhause zu sein.

 

Und Bernd aus der Firma hat versprochen, dass wir

erstmal nicht mehr weg müssen.

 

*********************************

 

Hong Kong !!! Ich bin in Hong Kong !!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Das ist `ne Stadt ! Die tollste Stadt in Asien, die ich bisher

kenne !

Dagegen ist Manhattan ja dünn besiedelt…

 

Also wir sind wirklich 2 Wochen zuhause gewesen.

Aber dann ging es wieder los.

Gleich vom Flughafen sind wir über die Tsing Ma Brücke

gefahren, die größte Hängebrücke der Welt für Autos und

Züge. Sie ist über 2 Km lang.

 

 

 

 


                                                                       Hong Kong besteht eigentlich aus über 260 Inseln

                                                                       und ist über 1000 qKm groß. Von 1842 bis

                                                                       1997 war es Britische Kronkollonie. Jetzt gehört es

                                                                       zu China, aber ist ganz anders. Gar nicht

                                                                       wie in China. Sie nennen das hier das „ein Land, zwei

                                                                       Systeme Prinzip“. Hier leben fast 7 Millionen

                                                                       Menschen. In Hong Kong treffen 150 Jahre

                                                                       Kolonialismus und 5000 Jahre Chinesische Kultur

                                                                       zusammen. Das hat echt was.

 

 

 


Jetzt wohnen wir im Panda-                                                                 Hotel. Überall gibt es

Panda-Bären. Mit dem großen                                                              aus der Empfangshalle

habe ich mich angefreundet.                                                                 Er erzählt mir Geschichten

von den vielen Menschen die                                                                hier vorbei kommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gleich am ersten Tag hat Albrecht erfahren, dass sein Schiff Verspätung hat. Ihr wisst

ja schon lange: Schiffe kommen immer später als gedacht… Das funktioniert ja sogar auf

der Foftein.

 


Also, wir sind Mittags mit der U-Bahn in die Stadt gefahren.

Manchmal weiß man wirklich nicht mehr, wo es zum

Tageslicht geht: Es gibt Wege über den Straßen, in den

Häusern, manchmal einige Stockwerke hoch, und alles ist

3-fach unterkellert. Man kann auch durch ganz Hong Kong

gehen ohne die Sonne zu sehen, und die scheint eigentlich

immer und es ist schön warm.

 

Albrecht ist mit mir auf den „Peak“ gefahren. Das ist der

höchste Berg in der Stadt. Mit einer Bahn, die an einem Seil

gezogen wurde, so steil war das. Von oben haben wir einen

tollen Blick auf das Zentrum der Stadt und den Victoria Hafen

gehabt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                               Aber Albrecht wollte wieder runter, obwohl ich noch

                                                               lange bleiben wollte. Dreimal dürft ihr raten:

                                                               Natürlich wollte er noch in den Computerladen…

                                                               Was heißt hier Laden – Ein ganzes Hochhaus voller

                                                               Copmuterläden.

 

                                                               Für mich hat er ein ganz kleines Fernlenkauto gekauft.

                                                               Aber die Batterien sind viel zu schnell alle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Danach sind wir noch im Dunkeln an die Promenade gegangen, wo man nach Hong Kong Island

sehen kann. Alle Hochhäuser sind abends beleuchtet ! Das sieht ganz super aus ! Und manchmal

gibt es auch eine Lasershow. Da spielen die Hochhäuser miteinander. Wau !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Einen Tag war ein riesen Feuerwerk am Feiertag zum 57-zigsten Gründungstag der Volksrepublik

China.

 

Als wir wieder im Hotel waren, war ich total müde. Dann habe ich geträumt, dass ich mit dem

Fernlenkauto über die Lichtstrahlen ganz oben von einem Haus zum anderen gefahren bin…

 

Die nächsten Tage musste Albrecht arbeiten, und ich bin beim Pandabären geblieben.

Nach gut einer Woche sind wir wieder nach Hause geflogen.

Aber hierher würde ich immer wieder mitfliegen.

 

* * * * * * *

 

Woodo Zauber !!

Wir sind in Afrika …

 

Wir waren jetzt wirklich 5 Wochen zuhause. Albrecht ist ständig mit dem Auto irgendwo hin

gefahren. Aber da bleib ich doch lieber zuhause.

 

Jetzt ist es Mitte November. Wir sind in Namibia, genauer in Walvis Bay. Hier ist jetzt Frühling !

Der Flug war genauso lang, wie nach Asien, aber zum Glück

ist die Zeit hier nur eine Stunde anders. Wir sind erst nach

Johannesburg geflogen, und von da aus über die

Kalahari-Wüste.

Der Koffer war natürlich in Johannesburg stehen geblieben,

aber diesmal durfte ich bei Albrecht mitfliegen. Aber

Albrecht war schon besorgt, wegen seinem Werkzeug und

den Ersatzteilen…

 

 

 

 

In Walvis Bay mussten wir einen Tag auf das Schiff warten. Hier ist es wirklich Klasse !

Bis vor noch nicht langer Zeit war das hier eine deutsche Kolonie. Ich weiß nicht genau, was die

mit einer Kolonie machen, aber ganz viele hier sprechen deutsch, und Prospekte sind in deutsch

und englisch. Alles ist ganz sauber und gepflegt, noch besser als zuhause.

                                                                       Im Hotel war auch ein ganz netter Inspektor von

                                                                       dem Schiff. Wir sind alle zusammen an der Bucht

                                                                       spazieren gegangen.

                                                                       Die Flamingos aus dem Zoo laufen hier alle frei herum…

                                                                       Albrecht sagt, die leben hier in echt.

                                                                       Ich hab auch eine rote Feder gefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                               zum Schluß sind wir noch auf

                                                               einen Aussichtsturm gestiegen,

                                                               wo man manchmal Wale

                                                               sehen kann, aber es waren

                                                               gerade keine da.

 

                                                               Manche Menschen hier sind

                                                               ganz arm. Ich hab’ einen

                                                               Automat gesehen, wo es

                                                               Zigaretten einzeln gibt.

 

 

 

 

 

 


                                                               Nach dem ganzen Herumgerenne, hab ich mich erstmal

                                                               ausgeruht.

                                                               Weil das Schiff immer noch nicht

                                                               kam, musste Albrecht am

                                                               nächsten Tag mit einem kleinen

                                                               Boot raus zum Ankerplatz

                                                               fahren. Ich bin da lieber im Hotel

                                                               geblieben, bei Windstärke 8 …

 

 

 

In Afrika gehen die Uhren irgendwie anders. Viel langsamer als zuhause. Alle haben viel Zeit…

… und niemand ist pünktlich.

Am nächsten Tag gab es kein Flugzeug in Walvis Bay,

deshalb sind wir mit dem Auto 4 Stunden durch

die Kalahari nach Windhoek gefahren.

 

Die Wüste ist gar nicht nur aus Sand ! Da gibt es Steppe, und

Büsche. Ständig geht es rauf und runter, aber zum Schluß

doch mehr rauf: Windhoek liegt fast 2000 m hoch.

 

Die Straßen sind kilometerlang schnurgerade, wie im Afrika-

Film im Fernsehen.

 

Bei der Rast haben wir

Schwarze gesehen, die

in Zelten wohnten und

ihre Arbeiten verkauften.

 

Und auch Farmer, die ihre

Schafe und Ziegen im Auto

herumfahren.

Alles wie im Kino.

 

 

 

Obwohl wir natürlich zu spät in Windhoek ankamen, haben wir gerade noch das Flugzeug

nach Johannisburg bekommen, weil es auch Verspätung hatte…

So klappt eben alles doch irgendwie, aber für Albrecht war das Streß pur.

 

Von Johannisburg sind wir über Nacht nach Kairo geflogen.

Na, das war was: Wir stehen Sonntag-morgens um 06:00 Uhr am Flughafen, und niemand ist

da und holt uns ab. Drei Stunden haben wir gewartet, obwohl wir doch schon einen ganzen Tag

unterwegs gewesen waren. Albrecht hat dauernd telefoniert und versucht jemanden zu erreichen.

Zum Schluß war er schon richtig böse.

Aber dann kam doch jemand, und hat uns erklärt, dass niemand hier gewusst hat, dass wir kommen..

Vor lauter Schreck haben sie uns gleich beim Flughafen in ein super teures Hotel gebracht.

Hier kann es uns jetzt gut gehen !

Albrechts Schiff kam mal wieder nachts. Na, für mich ist das immer klasse, da macht Albrecht am

Tag mehr mit mir !

 

Am nächsten Nachmittag sind wir zu den Pyramiden gefahren !!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Albrecht hat uns Pferde gemietet, und damit sind wir abseits

der Touristen-Busse zu den Pyramiden geritten.

Natürlich hatten wir einen Führer.

Nur einmal hat er plötzlich Galopp gemacht, das fand ich

nicht so lustig.

 

 

 

 


                                                               Die Pyramiden sind

                                                               wirklich beeindruckend.

                                                               Vor 7000 Jahren haben

                                                               die Ägypter diese

                                                               tonnenschweren Steine

                                                               ohne Maschinen

                                                              bewegt und gebaut…

                                                               Für eine Pyramide

                                                               haben sie 30 Jahre

                                                               gebraucht.

 

 

 


                                                               Klar sind wir auch bei der Sphinx vorbei gekommen,

                                                               wo Obelix die Nase abgebrochen hat.

                                                               Albrecht sagt zwar, das war jemand anderes, aber ich

                                                               hab’s doch gelesen. Das war als Asterix bei Klopetra,

                                                               ne   Kle-o-pa-tra   heißt sie, war.

 

 

 

 

 

Weil wir einen eigenen Fahrer vom Hotel hatten, sind wir auf

dem Rückweg noch auf den einzigen Berg in Kairo gefahren.

Hier kommen nie Touristen hin.

Von da oben hatten wir einen tollen Blick auf das alte Kairo,

das muslimische und das christliche Viertel. Ganz enge

Straßen und kleine Hütten aus Stein sind das.

Jetzt leben nur noch ganz wenige arme Menschen da, und es

gibt kein Wasser und keinen Strom.

 

 

 

 

 

Dann haben wir vom Berg aus gesehen, wie die Sonne über Kairo unterging.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Morgen Nachmittag müssen wir weiter fliegen nach Mombasa in Kenia.

Der Wetterbericht sagt seit einer Woche schon 31 Grad und Regen an. Und man denkt es

ist wie 43 Grad…

 

 


                                                                       ***

 

                                                                       Es ist 43 Grad !!! Puh, ist mir heiß !

 

                                                                       Genau wie in Windhoek haben wir auch den Flieger

                                                                       in Nairobi nur bekommen, weil er Verspätung hatte.

                                                                       Das scheint hier so allgemein üblich zu sein.

 

 

 

 

 

„Hakuna Matata“ – jetzt weiß ich endlich, was der Spruch von Simon und Pumba bedeutet:

Das ist Kishuaheli und heißt ‚alles Klar’ oder ‚kein Problem’.

Das ist echt von hier, die sagen das hier so !

 


Das Wahrzeichen von Mombasa

sind diese großen Elefanten-

stoßzähne.

 

 

 

 

 

 

 

 

Draußen regnet es, bei ca. 45 Grad. Wenn die Klimaanlage im Zimmer läuft, geht es auf 30 Grad

runter. Wenn nicht...

 

Das Zimmer in dem wir sind: Nun ja, sauber ist in

Deutschland anders. Alles ist gefliest, aber die Fliesen sind

an vielen Stellen abgeplatzt. Im Kleiderschrank hängt ein

offenes 220V Kabel, dafür aus Sicherheitsgründen keine

Bügel. Die Dusche will Albrecht nur benutzen, bevor er an

Bord geht, dafür gibt es im Bad (wieder aus

Sicherheitsgründen) keine Steckdose für einen Rasierer.

Einen Haarfön zu suchen erübrigt sich im Zimmer.

Kühlschrank ? Was ist das ?

Die Klimaanlage (wenn Strom da ist) hat einen Lagerschaden

am Lüfter - sie ist so laut, dass man dabei nicht mal arbeiten

kann, an Schlafen denke ich erstmal nicht.

Albrecht sagt, ich darf mich nicht beschweren: Dies ist das

"Beste Haus im Ort", hat der Fahrer vom Agenten erklärt.

Aber er ist selber völlig fertig. Ich lass besser erstmal

in Ruhe. Der Blick aus dem Fenster zeigt es Euch genau.

Der Strom ist stark ausfallbelastet. Ständig lädt Albrecht alle

Akkus/Handys an der einzigen Steckdose im Zimmer die geht,

um über die energielosen Zeiten zu kommen.

 

Prospekte, Sight-Seeing an der Rezeption: Fehlanzeige, es

stehen drei Leute hinter einem total leeren Tresen.

 

 

                                                             Einmal habe ich Albrecht

                                                             überredet mit mir raus

                                                             zu gehen.

                                                             Ist das laut draußen !!!

                                                             Ein Chaos, Lärm, und so

                                                             viele Menschen überall…

                                                             Nach 600m ist Albrecht

                                                             umgedreht. Das war zu

                                                             unheimlich, und im Hotel

                                                             hatten sie gesagt, wir

                                                             sollen nur die eine

                                                             Straße gehen, sonst ist

                                                             es zu gefährlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Aber nicht alles im Hotel ist schlecht.

Oben auf dem Hoteldach gibt es ein Schwimmbad und ein

schönes Restaurant.

 

Da haben wir dann mal zu Abend gegessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                               Am Sonntag war im Hotel ein afrikanischer Gottesdienst.

                                                               Das war interessant. Wir waren die einzigen Weißen.

 

                                                               Die haben ganz viel rhythmische Musik und tanzen immer.

                                                               Aber irgendwann ist es mir dann zu laut geworden.

                                                               Alles so ähnlich wie bei uns die Freikirchen ihren

                                                               Gottesdienst machen.

                                                               Das Ganze ging über 4 Stunden lang.

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt ist das Schiff endlich da.

Albrecht ist arbeiten.

Das war wohl die letzte Reise in diesem Jahr. Wir sollten noch einmal nach Amerika, aber

weil wir hier so lange warten mussten, wird da wohl nichts mehr draus.

Außerdem ist ja bald Weihnachten.

 

Was wir im nächsten Jahr alles erleben, schreib ich euch natürlich weiter auf.

 

Ihr müsst dann unten auf das Jahr 2007 klicken.

 

Euer

 

William

 

 

 

 

                                                                                                         Zurück

 

 

                                                                                                         Home