
Es ging gleich spannend los.
mit dem Auto weiter.
Gleich eine Woche drauf mussten wir zu einem
Notfall (Kollision zweier Schiffe) nach
Donges in Frankreich. Für zwei Tage, auch
mit dem Flugzeug.
Ja, da ist nicht viel zu erzählen: Rein in
Flieger, raus aus dem Flieger, rein ins Auto,
auf’s Schiff und zurück…
Meine Beine sind viel zu kurz für den
Stress. Albrecht musste mich immer wieder mal
tragen.

Aber jetzt (Albrecht sagt „Mitte Januar“)
haben wir wieder eine
große Reise:
In die USA !
Zuerst nach Frankfurt und von da aus nach
Portland/OR (Westküste).
Gegenüber auf der anderen Seite vom Columbia
River liegt
Vancouver/WA. Nicht das aus Kanada !
Albrecht musste arbeiten: 2 Schiffe, aber
ich konnte mir inzwischen
die Stadt ansehen.
Na – amerikanische Kleinstadt geht auch
nicht ohne Auto.
Und ich bin nicht so gut zu Fuß !
Dies ist der alte Glockenturm. Er hat sogar
gespielt.

Rechts und links vom Fluß sind Berge. Die
amerikanischen
Holzhäuser sehen wirklich niedlich aus.

In einem Park waren eine ganze Reihe
alter amerikanischer Häuser:
Von Offizieren und Generälen.
Die sahen aus wie im Film.
Albrecht kommt gerade wieder rein. Alle
Pläne umgeworfen und neu gemacht:
Morgen fliegen wir nach Los Angeles, in drei
Tagen wieder hierher zurück und einen
Tag später nach New York.
Bloß, weil die Schiffe sich nie an die
Fahrpläne halten…
Also Los Angeles: Das is ne Stadt !!! Puh !
Die ist fast so groß wie ganz Schleswig Holstein,
und hat 12 Millionen Einwohner. Und hier ist
es gleich viel wärmer.

Schon beim Landeanflug konnte
ich sehen wie die Stadt genau im
Schachbrettmuster gebaut wurde.
Wir sind in San Pedro untergekommen, gleich
neben dem Hafen. Albrecht ist schon wieder
los auf das nächste Schiff.
Er sagt, lieber gleich machen und hinterher
ein bisschen Freizeit, als umgekehrt. Hoffentlich
klappt alles…
*******************
Es hat geklappt !!! Und Albrecht hat was
gemacht, was er noch nie getan hat: Er hat mir
ein Auto gemietet, damit wir uns Los Angeles
ansehen können.
Ja, ja… Beim Gasgeben muß er mir ja doch
wieder helfen.


Zuerst sind wir
noch mal zum Flughafen gefahren.
Albrecht wollte unbedingt noch was
einkaufen.
Dann haben wir Manhattan Beach besucht, aber
da
war nichts los. Von da aus sind wir dann
nach Venice
gefahren. Das war toolll !!!
Flower-Power wie in den 70zigern, mit
Räucherstäbchen
Und Gitarre am Strand.
Venice Beach, das sind etwa 4 Km Strand mit
einer
Promenade voller Läden und Leute. (Fast)
alles ist erlaubt.
Ich kann’s gar nicht sagen … da müsst ihr
mal selber hin !



Am Nachmittag sind wir dann noch nach Santa Monica.
Dort lebt
Richard Hertz, ein ganz entfernter Verwandter
von Albrecht. Albrecht war vor genau 20 Jahren schon mal
bei ihm gewesen. Er hat sich
sehr über unseren Besuch
gefreut, und wir sind zusammen Essen gewesen.
Ich fand Richard auch sehr nett, er hat mich sofort gestreichelt,
und keine Witze gemacht, weil ich schon so ein bisschen grau
bin.
Das nächste Schiff, wo Albrecht arbeiten
musste, kam zur Abwechslung mal früher als
gedacht, und wollte auch nicht lange
bleiben. Albrecht ist gleich in der Nacht wieder
los zum Arbeiten.
Aber für mich war es gut, denn so konnte ich
mir am nächsten Tag noch etwas von
Los Angeles ansehen. Wir sind in die Berge
am Stadtrand gefahren. Von da hat man
einen prima Ausblick auf die riesige Stadt.
Aber die ist größer als ich weit gucken konnte.


Dann mussten wir wieder zurück in die Kälte
nach Portland. Vom Flugzeug direkt zum
Schiff. Albrecht ist gerade noch fertig
geworden. Am nächsten Morgen um 03:00 ging
es schon wieder zum Flughafen nach New York.
Kein Wunder, dass ich langsam grau werde,
bei dem hin und her !
Aber da waren wir nicht lange, und haben
nichts weiter gesehen.
=======================================================
Als wir gerade eine Woche wieder zuhause
waren (Ende Januar) sollten wir schon wieder
nach
Wieder zwei Schiffe ! Na ich sag ja schon
immer: Schiffe und Termine passen einfach nicht
zusammen. Erst kamen sie gar nicht, und dann
wieder alle beide gleichzeitig.
Albrecht musste zwar auch im Hotel an seinen
Berichten arbeiten, aber als der Regen
aufhörte und die
Sonne heraus kam,
habe ich ihn überredet, mit der Bahn nach
Manhattan zu fahren.
Boah, so viele Menschen. Ich musste echt
aufpassen, dass ich immer bei Albrecht
blieb.
Die Bahnstation, an der wir ankamen war
„
Wir haben die riesige Baustelle „Ground
Zero“
gesehen, und in Gedenken eine Pause gemacht.


Albrecht wollte unbedingt mit einem Schiff
zur
Freiheitsstatue fahren. Als ob er von
Schiffen
noch nicht genug hat.
Aber das hat sich doch gelohnt: 140 m hoch,
ohne den Sockel. Das Innengerüst hat Herr
Eifel
gemacht, der auch den Turm in Paris gebaut
hat.
Die ganze Statue war ein Geschenk des
französischen Volkes an die Amerikaner zum
100-ten Geburtstag der Vereinigten Staaten.

Den besten Blick auf Manhattan
hatten wir von hier.
Auf dem Rückweg sind wir noch auf „Ellis
Island“ gewesen und haben uns
angesehen, wie Millionen Einwanderer vor
hundert Jahren nach Amerika kamen,
und was sie dabei alles erdulden mussten.
Jetzt bin ich wieder im Hotel, und Albrecht
muß arbeiten. Morgen fahren wir vom
Schiff direkt zum Flughafen und dann nach
hause. Das wird wieder ein langer Tag,
und auch noch am Sonntag.
Gerade kam eine E-Mail rein: in drei Wochen
sollen wir wieder nach Taiwan…
Mal seh’n was Albrecht dazu sagt.
========================
Taipeh
-----------------------------
Wetter vormittags : bedeckt
Wetter nachmittags : bedeckt
Wetter nachts :
bedeckt
min. Tagestemperatur : 19°C
max. Tagestemperatur : 24°C
gefühlte Temperatur : 31°C
Windrichtung
: Nord
Windstärke
: 2 Bft / 7 kmh
Niederschlag? :
20%
Relative Feuchte : 78%
Luftdruck
: 1018 hPa
Albrecht hat jeden Tag von 08:00 bis 19:00 Uhr gearbeitet.
Die ersten beiden Schiffe sind schon fertig !
Zum Arbeiten ist es aber eigentlich zu heiß
!

Die
Dimensionen hier sind gigantisch !
Die
beiden Schiffe sind ca. 300 m lang,
und
35 m breit. In dem Dock werden
gleichzeitig
noch drei andere Schiffe gebaut.
Das
Dock ist ungefähr 1000 m lang !
Das
stelle man sich mal in Hamburg bei
Blohm
& Voss vor...
Da blieben solche "Notlösungen"
nicht aus, weil Albrecht ja auf beiden Schiffen
gleichzeitig arbeiten sollte. Werkzeug,
Material hin und her ....

Abends war hier Laternen-Festival. Wirklich
toll und bunt !
Auf dem kleinen städtischen Fluß waren Wasserspiele mit Musik und
bunt angestrahlten Wasserfontänen. In der Mitte war eine große
Lotusblüte, die auf und zu ging und sich drehte.
Dazwischen noch eine Lasershow und manchmal Feuerwerk.
Das Fest ging den ganzen Februar, und jeden Abend waren 4
Vorführungen. Ohne Eintritt.
Und ganz viele Figuren aus Draht und Lampionpapier wurden
ausgestellt. Ein richtiges Volksfest, das jedes Jahr stattfindet.



In der Stadt fahren tausende von Rollern.
Die sind mit den
seltsamsten Sachen bepackt und immer überladen.
Aber von Unfällen hört man nichts.
Bei den wirklich guten habe ich die Kamera leider noch nie
schnell genug zum Schuß bringen können. Es gehen auch:
- 3 große Gasflaschen
- 4 Personen
- 5 volle Müllsäcke
u.s.w.

Am Sonntag hat Albrecht mit mir einen Ausflug
auf den "Kaohsiung 85" Tower
gemacht. Neben dem
"Taipeh 101" das zweithöchste Gebäude hier - 85 Stockwerke.
Hinauf fährt man mit dem dritt-schnellsten Fahrstuhl der Welt,
in 43 Sekunden, mit 600 Meter pro Minute.
Obwohl
es ziemlich diesig war, gab es von
oben
einen tollen Ausblick auf den Hafen
und
die City.

Mitten in der Stadt (immerhin 1,5 Mio.
Einwohner) habe ich am Nachmittag sogar
ein Opti-Training gefunden !
Die Kids streiten auf Chinesisch genauso
heftig wie bei uns zuhause. Also alles
ganz normal.

Einen Tag wurde Albrecht zu einer
Hochzeitsfeier eingeladen.
Das war eigentlich ganz toll, und doch auch
völlig anders als
wir es kennen:
In einem guten, aber sehr großen Restaurant
(mehrere
solche Säle an einem langen Gang) war ein
Saal für diese
Feier mit ca. 18 runden Tischen (mit
Drehscheibe in der
Mitte) a je 10 Personen !
Das Essen begann um19:00 Uhr und endete um
21:00 Uhr.
Aber dann stand auch jeder gleich auf und
alle gingen
nach Hause.
Als das Brautpaar reinkam, war das Licht aus,
und nur ein
Scheinwerfer an. Dann haben sie kleine
Knaller (wie Sylvester-
Tischfeuerwerk) gezündet. Danach hat das
Brautpaar gemeinsam
einen Gläserturm eingeschenkt und die Torte
angeschnitten.
Aber von der gab es nichts zu essen.
Das Essen bestand aus 12 Gängen (!) mit
wirklich leckeren Sachen.
Von einigen wusste Albrecht aber nicht, was
es eigentlich war
(zum Glück).
Die Braut hat sich in der Zeit 3 mal ein
neues, tolles Kleid
angezogen. Dann ging das Brautpaar rum und
hat mit
jedem Tisch einmal angestoßen.


Über Ostern sind wir zuhause !
Mal sehen, wo es dann hingeht.
* * *
Ja, jetzt Mitte
April sind wir nach Buenos Aires in Argentinien geflogen.
Der Flug war
furchtbar lang: erst nach London, und dann 15 Stunden, mit Zwischenlandung in
Sao Paulo
(Brasilien). Alle mussten eine Stunde im Flugzeug warten, bis es endlich weiter
ging.


Das
Hotel hier ist
„spitze“
! Ganz modern,
mit
einem Durchbruch
zwischen
Bad und
Schlafraum.

Ich hab’ sogar eigene Kissen in meiner
Größe gehabt !


Die
Werft, auf der
Albrecht
arbeiten
musste,
war wirklich
die
ungewöhnlichste
Werft,
die ich bisher
gesehen
habe !
Es
gab nur eine
„Schiffshebevorrichtung".
Die
großen Schiffe
wurden
damit auf

Schienen
gestellt, und
dann
wie mit einem
Verschiebebahnhof
auf
das
Land gezogen.
So
sah das von oben aus:
Einfach
drei Bulldozer
davor
gespannt, und 180m
Schiff
fahren über Land !


Nach
Feierabend sind Albrecht und Peter noch essen gegangen:
600
g Steak, und noch nicht mal sehr teuer. Aber mir haben sie
nichts
übrig gelassen.

Nach einer ganzen
Woche Arbeit, hat Albrecht
endlich mal Zeit
gehabt mit mir in die Stadt zu
gehen.
Der Obelisk ist so
groß wie der in
Washington, und
eines der Wahrzeichen von
Buenos Aires.


Überall
in der Stadt
stehen
verschiedene,
künstlerisch
gestaltete
Kühe,
wegen der Steaks
natürlich.


Viele
sind wirklich sehr lustig.
Es
sind bestimmt Milliooonen
Kühe.

Nach
dem Tag war ich aber wirklich
geschafft ! Albrecht hat mir
kaltes
Wasser
und ein Eis spendiert.
(und
nachher hat er geholfen alles
aufzuessen.
Ihr wisst doch: Teddys
vertragen
nicht so viel auf ein mal)

Am nächsten Tag sind
wir nach Hause
geflogen. Eigentlich
gab es keine Plätze
im Flugzeug mehr,
und wir sollten noch
ein paar Tage länger
bleiben, aber zuhause
war ein Feiertag,
und irgendwie haben die
von der Reederei es
dann doch geschafft.
Ich hatte sogar
einen eigenen Platz !
*
* *
Na, was soll ich
sagen: Kaum sind wir drei (!) Tage zuhause, soll Albrecht schon wieder weg.
Ich fahr’ natürlich
mit !
Es geht, wie schon
im Januar dieses Jahr, nach Portland, an die amerikanische Westküste.
Das Schiff, das
Albrecht letztes Mal vorbereitet hat, soll jetzt irgendwas installiert
bekommen.
Aber zum ersten Mal
während der Fahrt, und ohne dass jemand von einer Werft helfen kann.
Ich habe mir mal
nach Feierabend in Ruhe die Brücke angesehen. Puh, was für eine Menge Geräte !
Und überall macht
Albrecht Kabel hin und schraubt sie fest.


Ich
konnte ins Radargerät rein-
schauen,
mal den
Maschinentelegraf
bedienen,
und
beim UKW Funkgerät zuhören.

Zuerst war das
Wetter nicht gut. Dauernd Regen, aber dann
konnte ich gut sehen
wie die Wolken weg zogen, und die
Sonne schien fast
immer.

Dann
sind wir den
ganzen
Columbia River
runter
gefahren, von
Portland
bis Astoria und
dann
auf den Pazifik.
Das
war interessant !

Die
Menschen am Fluß
wissen
wie man gut
leben
kann, und auf
dem
Fluß ist jede Menge
los:
Wie
bei Tom Sawyer am
Mississippi.
Die schieben
sogar
ihr ganzes Haus
durch
die Gegend.
Dann sind wir an dem
Vulkan Mt. St. Helens vorbei gefahren (Links im Bild). Mit dem Fernglas konnte
man ihn ganz gut
sehen.
Alles voller Schnee.
Er ist zwar noch aktiv, aber gefährlich ist er nicht. Sagen die Leute
wenigstens.



Die
ganze Region lebt
vom
Holz, wie auch
viele
im nahen Kanada.
Immer
wieder
schwimmen
verlorene
Holzstämme
im Fluß.
Überall
an Land sieht
man
riesige Sägewerke.

Nachts als wir dann
aus dem Fluß heraus waren,
wurde unser Lotse
mit einem Hubschrauber abgeholt.
Das war spannend !
Es ging dann aber alles ganz schnell.
Sonst gibt es von
der Reise nicht so viel zu berichten. Wir sind noch in zwei anderen Häfen
gewesen.
Weil es Probleme
beim Laden gab, hatten wir zum Schluß vier Tage Verspätung.


Nach
einer guten Woche
waren
wir in Vancouver,
Kanada.
Da
war ich ja schon
mal
(Jan. 2005).


Albrecht
hat einen
Tag
Zeit gehabt,
und
wir sind in die
Stadt
gefahren.
Da
war gerade ein
Großes
Kreuzfahrt-
schiff.


Vancouver
ist total toll,
auch
wenn am Wasser
gerade
gebaut wurde !
Den
ganzen Tag sind
Wasserflugzeuge
gestartet
und herum-
geflogen.
Und
die Stadt ist einge-
rahmt
von schneebe-
deckten
Bergen.
Am nächsten Tag sind
wir vom Agenten zum Flughafen gefahren worden und wieder nach Hause
geflogen.
Albrecht will jetzt
mal etwas länger in Hamburg bleiben, aber wenn es wieder irgendwo hin geht,
erzähl’ ich euch
weiter !
*********
Jetzt
Mitte Juni bin ich schon wieder unterwegs.
Diesmal
sind wir nicht in Hong-Kong, nicht in Taiwan, sondern im tiefsten
China
gelandet. In der altehrwürdigen Hafenstadt Shanghai.
Zum
Abschied hat Sven noch Piotr (den Kollegen) und Albrecht zum Flughafen
begleitet.
Bei super Wetter konnten wir ganz toll den Flughafen von oben sehen.


Das
Abenteuer fing aber schon gleich in Shanghai an: Vom Flughafen mussten wir
erst
3 Stunden mit dem Auto fahren, zu allen möglichen Ämtern, wegen Pass und
Arbeitsgenehmigung
und so.
Dann
ist die Werft, wo Piotr und Albrecht arbeiten sollen, nicht genau in der Stadt,
sondern
auf einer Insel außerhalb.

Erst
haben wir noch 1 Std. auf die Fähre gewartet, und sind dann 1½ Stunden mit
der
Fähre gefahren. Dann noch eine halbe Stunde und wir waren endlich auf dem
Schiff.
Hat natürlich wieder niemand an ein Hotel gedacht… Also mussten wir die
erste
Nacht auf dem Schiff schlafen.
Aber
am nächsten Tag hat Albrecht sich gleich darum gekümmert, dass wir ein
schönes
Hotelzimmer bekommen.


Mir
war auch schon ganz heiß. Es sind hier
zwar
„nur“ 28 Grad, aber den ganzen Tag
dichter
Nebel. Also Luftfeuchtigkeit fast 100 %.
Das
hält der stärkste Bär nicht aus. Albrecht
kommt
immer völlig verschwitzt von der Arbeit.
Das
Hotel heißt übersetzt „Fisch-Kopf-Suppe-Hotel“ !
Das
finden die hier toll. Wenn man im Restaurant Fisch essen will, muß man ihn
sich
vorher draußen im Aquarium aussuchen, und dann wird er frisch zubereitet.
Die
Aquarien und Eistruhen stehen genau neben der Rezeption !

Überhaupt
haben die Menschen hier eine völlig andere Lebensweise, und Sichtweise
der
Welt. Schaut Euch nur mal die Weltkarte von der Rezeption an, wie komisch die
aussieht
wenn nicht Europa in der Mitte ist:

Aber
jetzt muß ich Euch von China erzählen: Die „kleine“ Stadt mit dem Hotel ist
eigentlich
schon ziemlich groß, na wie Pinneberg oder so. Nur die Chinesen laufen ja
nie
alleine herum… Es sind immer hunderte überall !


Aber
einige ganz tolle Häuser, wie das mit dem „Torbogen“ haben die gebaut.
Jeden
Abend tanzen die Menschen einfach auf den Plätzen, so was wie Linedance, aber
mit chinesischer I-U-A-Musik.

Alle
Plätze sind voll, auch in der
Woche.
Es scheint, jeder ist mit
Kind
und allen Kegeln unterwegs.

Gleich
gegenüber vom Hotel ist eine Schule.
Aber
das würde Euch bestimmt nicht gefallen:
Morgens
um halb sieben warten schon die
ersten
vor der Tür. Um sieben Uhr dürfen sie
dann
rein. Am Tor stehen immer zwei Schüler,
die
allen anderen guten Morgen sagen.
Und
dann müssen erst mal alle den Hof fegen
und
sauber machen, bevor es dann mit dem
Unterricht
losgeht.


Wenn
Albrecht mir doch bloß mal was von den ganzen Sachen vorlesen könnte.
Hier
ist einfach alles in Chinesisch: Das versteht doch kein englischer Teddy !
Zum
Glück wissen die Taxifahrer wie der Weg zur Werft geht. Mit solchen Schildern…


Aber
auf der Straße sieht man die dollsten Sachen. Gaanz viele Fahrrad-Rikschas,
oder
Karren mit Maultieren davor. Ich wusste ja noch gar nicht, was auf ein
Fahrrad
alles passt. Damit können die eine Spedition betreiben.







Und
dann haben die hier ganz viele Motor-
Roller.
Aber viele davon sind elektrisch,
und
die hört man gar nicht kommen, bis
sie
plötzlich hupen. Aber Hupen tut man
hier
immer, bevor man bremsen müsste,
wenn
es denn sein muß …
Der
Weg zur Werft führt an lauter Reisfeldern vorbei. Wie im Fernsehen: Alles unter
Wasser
und die Menschen stapfen darin herum und arbeiten.


Kurz
vor der Werft müssen wir noch durch ein kleines Straßendorf fahren. Bestimmt
wohnen
da die Werftarbeiter. Alles sieht sehr ungewohnt aus. Ich würde mir ja
sofort
mein Fell schmutzig machen.



Auf
der Werft ist es auch immer spannend.
Die arbeiten
wirklich alles mit Bambus-
stangen
! Das ganze Gerüst um die Luken-
deckel zu Malen ist nur aus Bambus.
Unglaublich,
daß das hält. Ich würde mich da
nicht
rauf trauen, aber nur weil ich nicht
schwindelfrei
bin. Schwer bin ich ja nicht.
Aber
ohne Albrecht geh’ ich ja sowieso nicht
weg.

Auch
in der Stadt sind
Alle
Baustellen nur mit
Bambusstangen
eingerüstet.

Leider
wurde es abends immer
sehr
schnell dunkel, und das
einzige
Denkmal der kleinen
Stadt
haben wir nicht mehr richtig
sehen
können.
Auf
dem Rückweg haben wir noch einen
ganzen
Tag in der Stadt Shanghai gehabt.
Albrecht
und Piotr sind nur von einem
Computerladen
zum nächsten gelaufen.
Abends
waren sie völlig fertig, aber haben
gelacht.
So,
jetzt muß ich aufhören, aber ich erzähle doch so gerne.
Albrecht
schnarcht schon lange, dabei sagt er, er würde nicht schnarchen, und ich
soll
dabei dann einschlafen können…
Also,
ich werde jetzt ganz laut brummen, dann hört er vielleicht auf.
*********************
Schon wieder Shanghai !...
Na ich sag Euch was: Albrecht war nach
seinem Urlaub gerade mal einen Tag in der Firma,
da sind wir schon wieder nach Shanghai
gestartet. Eigentlich sollten wir eine Woche später
erst los, und dann nach Hong Kong, aber
alles war mal wieder verschoben…
Entsprechend komisch war auch die
Flugverbindung. Mit einem Mini-Flugzeug von SAS nach
Kopenhagen, und dann nach China.

Wir
sind von Hamburg
nach
Westen ge-
startet,
konnten toll
das
Dreieck Nord-West
sehen,
dann gedreht
und
haben noch einen
Blick
auf den Flug-
hafen
bekommen.
War
schon ganz gut.


In Shanghai mussten wir wieder auf diese
langweilige
Insel, ganz weit vom Zentrum weg. Genau wie
letztes Mal.
Echt öde ! Aber diesmal hat Albrecht ein
besseres Hotel
bekommen, mit Blick auf den Yang-Tse Fluß.
Und das Wetter
war auch immer ganz klar. Ich konnte gut die
Schiffe
beobachten, wenn Albrecht zur Werft arbeiten
gefahren ist.

Für
wenn’s dann zu doll einsam wurde, hatte Albrecht
zum
Geburtstag ein neues T-Shirt bekommen. Alle Freunde
sind
da drauf, und hinten steht so was wie das sie uns helfen.
Mich
haben sie auf dem Foto vergessen, aber ich setz’ mich
einfach
daneben.

Jeden Morgen muß ich aufpassen, damit
Albrecht nicht
zu viel Nutella isst. Es gibt hier keine
Marmelade oder so,
aber wenn ich das nicht kontrolliere reicht
ein Glas nie
für die ganze Reise.
Und dann hat Albrecht am Ende jeden Morgen
schlechte
Laune.
Aber keine Sorge: Ich habe alles unter
Kontrolle !
Von
der Werft hat Albrecht nicht viel erzählt, nur dass
sie
sich tierisch beeilt haben, weil Peter (der letztes Mal
auch
mit war) nach der Reise in Urlaub fahren will.
Einen
Abend war
neben
dem Hotel ein
Feuerwerk.
Das
sieht vielleicht
toll
aus, wenn man
aus
dem 17-ten Stock
von
oben auf das
Feuerwerk
guckt !

Von
den Fahrrad-Rikschas habe ich ja auch letztes Mal
schon
berichtet. Als die Installation fertig war, mußte
ein Fahrer nur die
ganzen Koffer von Peter und Albrecht
fahren,
so viel Gepäck haben die beiden.

An
der Fähre zur Stadt
stehen
ganz viele
davon.
Ja, und dann sollten die beiden noch eine
Installation auf dem nächsten Schiff machen.
Erstmal sollten wir wieder von der Insel in
die Stadt zurück, und dann..
Das nächste Schiff hat sich um fast eine
Woche verspätet !
Peter war völlig am Boden zerstört, wegen
seinem Urlaub. Albrecht konnte ihn kaum beruhigen.
Wir waren also fast eine Woche in Shanghai.
Albrecht und Peter haben mich jeden Tag
mitgenommen und die Stadt angesehen. Da ist
was los. Wenn 12 Millionen Chinesen gleichzeitig
unterwegs sind.
Das ist das Panorama vom Zentrum.

Gegenüber sind noch einige alte Häuser aus
der Kolonialzeit. Echt Klasse !


Jeden
Abend wird
alles
mit Licht
angestrahlt.
Das
sieht ganz toll
aus.
Die
Chinesen lieben
alles
was bunt und
laut
ist.


Das
Beste ist aber der riesige Fernsehturm mit den zwei
großen
Kugeln, zu denen man hinauffahren kann.

Erstmal
war aber nichts mit
Fahren.
Es war viel zu heiß !
„Nur“
35 Grad, bei 80%
Luftfeuchtigkeit,
fühlt sich an
wie
46 Grad ! Ohne Pause,
den
ganzen Tag. Ich kann ja
nicht
weglaufen.
Peter
hat mir dann seine Mütze geliehen,
damit
ich nicht in der Sonne verbrenne.

Erst
am Abend wurde es dann etwas besser.

Nachts wird auch der Turm und das ganze
Viertel drum
herum beleuchtet. Super Klasse, besonders
wenn man
auf dem Hoteldach im Restaurant sitzen kann.
Also da müsst Ihr auch mal hin !


Ja
natürlich erzähle ich noch
mal
die Bambus-Geschichte.
Einfach
alle Gerüste an
Gebäuden
oder wo auch
immer,
sind aus Bambus-
stangen,
die nur mit Lianen
zusammengebunden
werden.
Aber
es hält immer.
Am
nächsten Tag ist Albrecht dann mit mir auf den
Fernsehturm gefahren.
Boahh – 256 m hoch, zur oberen Kugel.

Einen ganz tollen Ausblick auf die Stadt hat
man von
da oben ! Besonders wenn das Wetter so
einmalig klar
ist wie wir es hatten. Das kommt nur ganz
selten vor,
und
stand sogar
in
der Zeitung.
Hier
sind die Kolonialhäuser von oben.


Dann hat Albrecht, weil die Sonne so stark
war, für mich einen Sonnenschirm gekauft !
Nur für mich, ganz alleine !!!


Der
Schirm ist ganz toll.
So
stolz bin ich noch nie
gewesen
! Ich bin sogar
mit
dem Schirm ins Bett
gegangen,
wenigstens bis
Albrecht
mich erwischt
hat.

Wir
haben noch eine ganze Weile die vielen
verschiedenen
Schiffe beobachtet, die auf
dem
Fluß ständig auf und ab fahren.
Dann kam der Anruf, dass das nächste Schiff
endlich da ist. Wir sollen auf dem Schiff
mitfahren, bis alles fertig ist.

Wir
sind 3 Stunden über Land gefahren, und dann
an
einem kleinen Terminal auf das Schiff gegangen.
Als
Albrecht und Peter fast fertig waren fuhr die
„Pacific
Freedom“ los.
Schiffahrt
auf dem Yang-Tse Fluß… Da fahren
hunderte
kleine Schiffe, und mittendrin die großen
Frachter.
Der
Abstand ist manchmal nur 50 Meter, und einige
kreuzten
unseren Weg in weniger als 20 Meter
Entfernung.
Stellt
euch vor, mit einem 180m Schiff und 18 Knoten

einfach
in einen
Pulk
von 20 Schuten
„reinzuhalten“,
weil
man
sowieso nicht
ausweichen
kann.
Einmal
mussten wir
in
letzter Sekunde
ausweichen,
sonst
hätten
wir einen
versenkt.
Die
Chinesen hatten
2
Lotsen bei uns an
Bord.
Nach
8 Stunden Flussfahrt war unser Kapitän völlig
fertig.
Dann
sind wir an der wohl weltweit größten Brücke
vorbeigefahren,
die aber noch im Bau ist.


Am Abend haben wir mitten
zwischen zig anderen
Schiffen
geankert.
Mit
diesen komischen Baggern versuchen die Chinesen
den
Fluß auf Tiefe zu halten.

Am nächsten Tag sind wir dann zur Werft
gefahren, die
Albrecht schon so gut kennt. Auf der
langweiligen Insel.
Jetzt weiß ich aber, wie man auf chinesisch
„Trockendock“ schreibt.
Am selben Abend noch sind wir zum Flughafen
gebracht
worden und nach Hause geflogen.
*******************
Also wir kommen nicht mehr zur Ruhe.
Am Samstag Nachmittag sind wir von Shanghai
zurückgekommen, und gleich am Montag
haben sie Albrecht gesagt, dass wir den
nächsten Tag schon für eine Woche nach Singapur
sollen. Eine Installation drohte nicht
rechtzeitig fertig zu werden, und Albrecht musste schnell
helfen.


Das
Hotelzimmer war ein Traum.
Fahrstühle
aus Glas in einer
riesigen
Empfangshalle.
Gelebt
haben wir in einer Suite
mit
Wohnzimmer, Schlafzimmer
und
großem Bad.


Albrecht
hatte leider überhaupt keine Zeit für mich.
Morgens
früh ist er zur Werft gefahren und abends
erst
zurück gekommen.
Es
gibt hunderte von Arbeitern auf der Werft.
Wenn
abends Feierabend ist, strömen alle gleichzeitig
die
hohe Treppe vom Schiff herunter.
Hunderte
Ameisen, die wie Lemminge laufen.

Einmal
ist Albrecht doch
abends
noch mal mit mir in
die
Stadt gegangen.
Links
seht ihr das Parlament
von
Singapur.

Wir
sahen auch einige
Leute,
die mit fern-
gesteuerten
Drachen
flogen.
Alle Drachen
hatten
ganz viele
Lichter.
Das sah
unheimlich
toll aus.



Meistens war ich aber allein im Hotel.
Singapur liegt nur 145 Km nördlich vom Äquator. Daher
war es draußen immer unheimlich heiß. Ich
hab’ mal versucht für Albrecht und für euch etwas
über Singapur herauszufinden, wenn wir schon
nur so kurz hier sein können.
1819 wurde Singapur von Sir Thomas Stamford
Raffles als Handelsposten der East India Company
errichtet. Bis 1959 war es dann britische
Kolonie,
Singapur ist 693 km² groß und hat 4,35 Mio
Bewohner.
Der Name "Singapur" entstammt dem
Sanskrit und setzt sich zusammen aus Singha ("Löwe")
und Pura ("Stadt"), bedeutet also
Löwenstadt.
Im Zweiten Weltkrieg besetzten die Japaner
Singapur, danach kehrten die Briten zunächst
zurück, gaben ihre Kolonie aber schon 1959
auf.
Ja, und nun ist es einer der größten Häfen der
Welt und sehr reich. Nur ein richtiges Wahrzeichen
gibt es nicht hier. Alles ist irgendwie
gleich.
Kaum war die Installation so weit fertig,
dass Albrechts Kollegen alleine weitermachen konnten,
flogen wir wieder zurück nach Hamburg. Nein,
eigentlich nicht wirklich, denn wir waren nur
2 Stunden am Flughafen.
Dann flogen wir wieder weiter nach Cartagena
in Spanien.
Dabei ist das Schlimmste passiert, was ich
mir denken kann. Mein Koffer ist auf dem Flughafen
von Barcelona verloren gegangen. Albrecht
war weitergeflogen, und keiner konnte mich finden.
Alles Rufen und Winken hat nichts genützt.

Erst nach zwei Tagen wurde jemand auf mich
aufmerksam, und ich wurde in letzter Minute
vor dem Abflug zu Albrecht gebracht.

Auf dem Weg zum Flughafen konnte ich gerade
noch
die Universität von Cartagena sehen.
Nun haben wir aber wirklich genug vom
Reisen.
Albrecht hat einen Tag frei genommen, nur um
zuhause zu sein.
Und Bernd aus der Firma hat versprochen,
dass wir
erstmal nicht mehr weg müssen.
*********************************
Hong Kong !!! Ich bin in Hong Kong !!!


Das ist `ne Stadt ! Die tollste Stadt in
Asien, die ich bisher
kenne !
Dagegen ist Manhattan ja dünn besiedelt…
Also wir sind wirklich 2 Wochen zuhause
gewesen.
Aber dann ging es wieder los.
Gleich vom Flughafen sind wir über die Tsing
Ma Brücke
gefahren, die größte Hängebrücke der Welt
für Autos und
Züge. Sie ist über 2 Km lang.

Hong
Kong besteht eigentlich aus über 260 Inseln
und
ist über 1000 qKm groß. Von 1842 bis
1997
war es Britische Kronkollonie. Jetzt gehört es
zu
China, aber ist ganz anders. Gar nicht
wie
in China. Sie nennen das hier das „ein Land, zwei
Systeme
Prinzip“. Hier leben fast 7 Millionen
Menschen.
In Hong Kong treffen 150 Jahre
Kolonialismus
und 5000 Jahre Chinesische Kultur
zusammen.
Das hat echt was.

Jetzt wohnen wir im Panda- Hotel.
Überall gibt es
Panda-Bären. Mit dem großen aus
der Empfangshalle
habe ich mich angefreundet. Er
erzählt mir Geschichten
von den vielen Menschen die hier
vorbei kommen.
Gleich am ersten Tag hat Albrecht erfahren,
dass sein Schiff Verspätung hat. Ihr wisst
ja schon lange: Schiffe kommen immer später
als gedacht… Das funktioniert ja sogar auf
der Foftein.

Also, wir sind Mittags mit der U-Bahn in die
Stadt gefahren.
Manchmal weiß man wirklich nicht mehr, wo es
zum
Tageslicht geht: Es gibt Wege über den
Straßen, in den
Häusern, manchmal einige Stockwerke hoch,
und alles ist
3-fach unterkellert. Man kann auch durch ganz
Hong Kong
gehen ohne die Sonne zu sehen, und die
scheint eigentlich
immer und es ist schön warm.
Albrecht ist mit mir auf den „Peak“
gefahren. Das ist der
höchste Berg in der Stadt. Mit einer Bahn,
die an einem Seil
gezogen wurde, so steil war das. Von oben
haben wir einen
tollen Blick auf das Zentrum der Stadt und
den Victoria Hafen
gehabt.


Aber
Albrecht wollte wieder runter, obwohl ich noch
lange
bleiben wollte. Dreimal dürft ihr raten:
Natürlich
wollte er noch in den Computerladen…
Was
heißt hier Laden – Ein ganzes Hochhaus voller
Copmuterläden.
Für
mich hat er ein ganz kleines Fernlenkauto gekauft.
Aber
die Batterien sind viel zu schnell alle.

Danach sind wir noch im Dunkeln an die
Promenade gegangen, wo man nach Hong Kong Island
sehen kann. Alle Hochhäuser sind abends
beleuchtet ! Das sieht ganz super aus ! Und manchmal
gibt es auch eine Lasershow. Da spielen die
Hochhäuser miteinander. Wau !


Einen Tag war ein riesen Feuerwerk am
Feiertag zum 57-zigsten Gründungstag der Volksrepublik
China.
Als wir wieder im Hotel waren, war ich total
müde. Dann habe ich geträumt, dass ich mit dem
Fernlenkauto über die Lichtstrahlen ganz
oben von einem Haus zum anderen gefahren bin…
Die nächsten Tage musste Albrecht arbeiten,
und ich bin beim Pandabären geblieben.
Nach gut einer Woche sind wir wieder nach
Hause geflogen.
Aber hierher würde ich immer wieder
mitfliegen.
* * * * * * *
Woodo Zauber !!
Wir sind in Afrika …
Wir waren jetzt wirklich 5 Wochen zuhause.
Albrecht ist ständig mit dem Auto irgendwo hin
gefahren. Aber da bleib ich doch lieber
zuhause.
Jetzt ist es Mitte November. Wir sind in
Namibia, genauer in Walvis Bay. Hier ist jetzt Frühling !
Der Flug war
genauso lang, wie nach Asien, aber zum Glück
ist die Zeit hier nur eine Stunde anders.
Wir sind erst nach
Johannesburg geflogen, und von da aus über
die
Kalahari-Wüste.
Der Koffer war natürlich in Johannesburg
stehen geblieben,
aber diesmal durfte ich bei Albrecht mitfliegen.
Aber
Albrecht war schon besorgt, wegen seinem
Werkzeug und
den Ersatzteilen…
In Walvis Bay mussten wir einen Tag auf das
Schiff warten. Hier ist es wirklich Klasse !
Bis vor noch nicht langer Zeit war das hier
eine deutsche Kolonie. Ich weiß nicht genau, was die
mit einer Kolonie machen, aber ganz viele
hier sprechen deutsch, und Prospekte sind in deutsch
und englisch. Alles ist ganz sauber und gepflegt,
noch besser als zuhause.
Im
Hotel war auch ein ganz netter Inspektor von
dem
Schiff. Wir sind alle zusammen an der Bucht
spazieren
gegangen.
Die
Flamingos aus dem Zoo laufen hier alle frei herum…
Albrecht
sagt, die leben hier in echt.
Ich
hab auch eine rote Feder gefunden.



zum
Schluß sind wir noch auf
einen
Aussichtsturm gestiegen,
wo
man manchmal Wale
sehen
kann, aber es waren
gerade
keine da.
Manche
Menschen hier sind
ganz
arm. Ich hab’ einen
Automat
gesehen, wo es
Zigaretten
einzeln gibt.

Nach
dem ganzen Herumgerenne, hab ich mich erstmal
ausgeruht.
Weil
das Schiff immer noch nicht
kam,
musste Albrecht am
nächsten
Tag mit einem kleinen
Boot
raus zum Ankerplatz
fahren.
Ich bin da lieber im Hotel
geblieben,
bei Windstärke 8 …
In Afrika gehen die Uhren irgendwie anders.
Viel langsamer als zuhause. Alle haben viel Zeit…
… und niemand ist
pünktlich.
Am nächsten Tag gab es kein Flugzeug in
Walvis Bay,
deshalb sind wir mit dem Auto 4 Stunden
durch
die Kalahari nach Windhoek gefahren.
Die Wüste ist gar nicht nur aus Sand ! Da gibt
es Steppe, und
Büsche. Ständig geht es rauf und runter,
aber zum Schluß
doch mehr rauf: Windhoek liegt fast 2000 m
hoch.
Die Straßen sind kilometerlang schnurgerade,
wie im Afrika-
Film im Fernsehen.

Bei der Rast haben
wir
Schwarze gesehen, die
in Zelten wohnten und
ihre Arbeiten verkauften.
Und auch Farmer, die ihre
Schafe und Ziegen im Auto
herumfahren.
Alles wie im Kino.
Obwohl wir natürlich zu spät in Windhoek
ankamen, haben wir gerade noch das Flugzeug
nach Johannisburg bekommen, weil es auch
Verspätung hatte…
So klappt eben alles doch irgendwie, aber
für Albrecht war das Streß pur.
Von Johannisburg sind wir über Nacht nach
Kairo geflogen.
Na, das war was: Wir stehen Sonntag-morgens
um 06:00 Uhr am Flughafen, und niemand ist
da und holt uns ab. Drei Stunden haben wir
gewartet, obwohl wir doch schon einen ganzen Tag
unterwegs gewesen waren. Albrecht hat
dauernd telefoniert und versucht jemanden zu erreichen.
Zum Schluß war er schon richtig böse.
Aber dann kam doch jemand, und hat uns
erklärt, dass niemand hier gewusst hat, dass wir kommen..
Vor lauter Schreck haben sie uns gleich beim
Flughafen in ein super teures Hotel gebracht.
Hier kann es uns jetzt gut gehen !
Albrechts Schiff kam mal wieder nachts. Na,
für mich ist das immer klasse, da macht Albrecht am
Tag mehr mit mir !
Am nächsten Nachmittag sind wir zu den
Pyramiden gefahren !!!


Albrecht hat uns Pferde gemietet, und damit
sind wir abseits
der Touristen-Busse zu den Pyramiden
geritten.
Natürlich hatten wir einen Führer.
Nur einmal hat er plötzlich Galopp gemacht,
das fand ich
nicht so lustig.

Die
Pyramiden sind
wirklich
beeindruckend.
Vor
7000 Jahren haben
die
Ägypter diese
tonnenschweren
Steine
ohne
Maschinen
bewegt und
gebaut…
Für
eine Pyramide
haben
sie 30 Jahre
gebraucht.

Klar
sind wir auch bei der Sphinx vorbei gekommen,
wo
Obelix die Nase abgebrochen hat.
Albrecht
sagt zwar, das war jemand anderes, aber ich
hab’s
doch gelesen. Das war als Asterix bei Klopetra,
ne Kle-o-pa-tra heißt sie, war.
Weil wir einen
eigenen Fahrer vom Hotel hatten, sind wir auf
dem Rückweg noch auf den einzigen Berg in
Kairo gefahren.
Hier kommen nie Touristen hin.
Von da oben hatten wir einen tollen Blick
auf das alte Kairo,
das muslimische und das christliche Viertel.
Ganz enge
Straßen und kleine Hütten aus Stein sind
das.
Jetzt leben nur noch ganz wenige arme
Menschen da, und es
gibt kein Wasser und keinen Strom.
Dann haben wir vom Berg aus gesehen, wie die
Sonne über Kairo unterging.

Morgen Nachmittag müssen wir weiter fliegen
nach Mombasa in Kenia.
Der Wetterbericht sagt seit einer Woche
schon 31 Grad und Regen an. Und man denkt es
ist wie 43 Grad…

***
Es
ist 43 Grad !!! Puh, ist mir heiß !
Genau
wie in Windhoek haben wir auch den Flieger
in
Nairobi nur bekommen, weil er Verspätung hatte.
Das
scheint hier so allgemein üblich zu sein.
„Hakuna Matata“ – jetzt weiß ich endlich,
was der Spruch von Simon und Pumba bedeutet:
Das ist Kishuaheli und heißt ‚alles Klar’
oder ‚kein Problem’.
Das ist echt von hier, die sagen das hier so
!

Das Wahrzeichen von Mombasa
sind diese großen Elefanten-
stoßzähne.
Draußen regnet es, bei ca. 45 Grad. Wenn die
Klimaanlage im Zimmer läuft, geht es auf 30 Grad
runter. Wenn nicht...
Das Zimmer in dem
wir sind: Nun ja, sauber ist in
Deutschland anders. Alles ist gefliest, aber
die Fliesen sind
an vielen Stellen abgeplatzt. Im
Kleiderschrank hängt ein
offenes 220V Kabel, dafür aus Sicherheitsgründen
keine
Bügel. Die Dusche will Albrecht nur
benutzen, bevor er an
Bord geht, dafür gibt es im Bad (wieder aus
Sicherheitsgründen) keine Steckdose für
einen Rasierer.
Einen Haarfön zu suchen erübrigt sich im
Zimmer.
Kühlschrank ? Was ist das ?
Die Klimaanlage (wenn Strom da ist) hat
einen Lagerschaden
am Lüfter - sie ist so laut, dass man dabei
nicht mal arbeiten
kann, an Schlafen
denke ich erstmal nicht.
Albrecht sagt, ich darf mich nicht
beschweren: Dies ist das
"Beste Haus im Ort", hat der
Fahrer vom Agenten erklärt.
Aber er ist selber völlig fertig. Ich lass besser
erstmal
in Ruhe. Der Blick aus dem Fenster zeigt es
Euch genau.
Der Strom ist stark ausfallbelastet. Ständig
lädt Albrecht alle
Akkus/Handys an der einzigen Steckdose im
Zimmer die geht,
um über die energielosen Zeiten zu kommen.
Prospekte, Sight-Seeing an der Rezeption:
Fehlanzeige, es
stehen drei Leute hinter einem total leeren Tresen.

Einmal habe ich Albrecht
überredet mit mir raus
zu gehen.
Ist das laut draußen !!!
Ein Chaos, Lärm, und so
viele Menschen überall…
Nach 600m ist Albrecht
umgedreht. Das war zu
unheimlich, und im Hotel
hatten sie gesagt, wir
sollen nur die eine
Straße gehen, sonst ist
es zu gefährlich.


Aber nicht alles im Hotel ist schlecht.
Oben auf dem Hoteldach gibt es ein
Schwimmbad und ein
schönes Restaurant.
Da haben wir dann mal zu Abend gegessen.


Am
Sonntag war im Hotel ein afrikanischer Gottesdienst.
Das
war interessant. Wir waren die einzigen Weißen.
Die
haben ganz viel rhythmische Musik und tanzen immer.
Aber
irgendwann ist es mir dann zu laut geworden.
Alles
so ähnlich wie bei uns die Freikirchen ihren
Gottesdienst
machen.
Das
Ganze ging über 4 Stunden lang.
Jetzt ist das Schiff endlich da.
Albrecht ist arbeiten.
Das war wohl die letzte Reise in diesem
Jahr. Wir sollten noch einmal nach Amerika, aber
weil wir hier so lange warten mussten, wird
da wohl nichts mehr draus.
Außerdem ist ja bald Weihnachten.
Was wir im nächsten Jahr alles erleben, schreib
ich euch natürlich weiter auf.
Ihr müsst dann unten auf das Jahr 2007
klicken.
Euer
William